Kiel/Rendsburg-Eckernförde

Auch Wehmut dabei

Trubel beim letzten Flohmarkt an der Hamburger Chaussee

Viele Jahre war der allmonatliche Flohmarkt im Hinterhaus des Kieler ASB-Regionalverbands eine beliebte Anlaufstelle für Schnäppchenjäger und Fans von alten Sachen. Entsprechend groß gestaltetete sich am 25. November der Zulauf, als es zum allerletzten Mal ans Stöbern ging.

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Bestens besetzt waren die Tische im Café des ASB.

„Wir haben schon richtig gut verkauft“, hieß es bei den Ehrenamtlichen schon zur Mittagszeit, als der Markt noch voll im Gange war. Trotzdem dominierte nicht die pure Freude. Die nun beendete Traditionsaktion war im Lauf der Zeit sowohl vielen Besuchern als auch den Helfern ans Herz gewachsen, sodass hier und dort ein bisschen Wehmut aufkam.

Gedacht war die Nutzung des Gebäudes, in dem ursprünglich ein Kaminbauer seiner Arbeit nachging, allerdings von vornherein als Provisorium. Der Kieler ASB hatte die Immobilie mit der Absicht gekauft, sich einen Standort für die über kurz oder lang fällige Rettungswache zu sichern. Nachdem es mit dem Projekt doch eher lange dauerte, weil die Stadt Kiel zuvor ein Konzept für den gesamten Rettungsdienst aufstellen wollte, sind die Tage des Hauses jetzt wirklich gezählt. Im Januar soll es abgerissen werden, um das Gelände für einen Neubau frei zu machen.

Zuvor wurde am Sonntag aber noch einmal ausgiebig gehandelt. Und auch versteigert. Besondere Kostbarkeiten kamen unter den Hammer von Auktionator Carsten Beiß, der sich als durchaus talentiert erwies. So wechselte ein Fahrrad für stattliche 110 Euro den Besitzer, und diverse andere Artikel waren den Besuchern ein nettes Sümmchen wert.

Ganz kostenlos konnten die Gäste derweil Fahrzeuge und Inventar der verschiedenen Abteilungen das ASB besichtigen, und für kleines Geld wurde im Saal Kaffee und Kuchen gereicht. Ebenfalls dort waren handarbeitlich geschickte ASB-Frauen zur Stelle und boten Selbstgemachtes zur Adventssaison an.

Die nicht verkauften Dinge aus der Abteilung Flohmarkt sollen unterdessen nicht auf den Müll wandern. Der ASB will sie an andere soziale Organisationen abgeben.

Text und Fotos: Martin Geist

28-NOV-2018