Kiel/Rendsburg-Eckernförde

Mitgliederversammlung

Kita-Neubau geplant - Sanitätsdienst wieder stabil

Mit 10.100 Mitgliedern stützt sich der Kieler Regionalverband des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) nach wie vor auf eine äußerst breite Basis. Aufs Ehrenamt schlägt dies zwar nicht umfassend durch, aufwärts geht es aber nach einem Durchhänger wieder mit dem wichtigen und allein mit Freiwilligen betriebenen Sanitätsdienst. Weil der Verband außerdem neue Aufgaben übernimmt, steigt auch die Zahl der hauptamtlich Beschäftigten.

Wolfgang Mainz ist neuer Geschäftsführer des ASB Regionalverbands Kiel/Rendsburg-Eckernförde.

128 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aktuell an Bord des Kieler ASB und seines Stützpunktes in Eckernförde. Dabei wird es nach Auskunft von Geschäftsführer Wolfgang Mainz nicht lange bleiben. Einen kräftigen Schub nach oben gibt es, sobald das neue größere Projekt realisiert ist. Und das scheint absehbar. Auf dem Grundstück Stockholmstraße 14 in Mettenhof will der Sozialverband im August 2017 eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen für Drei- bis Sechsjährige und einer Krippengruppe eröffnen. Damit können in dem eingeschossigen Gebäude 90 kleine Leute betreut werden. Was für den Kieler Stadtteil eine echte Erleichterung bedeutet. Plätze sind dort derzeit so rar, dass Kinder sogar in provisorisch eingerichtete Räume im benachbarten Russee gefahren werden müssen.

Kosten wird der Neubau voraussichtlich 2,6 Millionen Euro, davon kommen wie bei Vorhaben dieser Art üblich 75 Prozent in Form von Zuschüssen zurück. Der Bauantrag ist laut Mainz auf dem Weg, im Sommer soll der erste Spatenstich getan werden.

Ein Problem weniger hat damit auch der ASB. Das Mettenhofer Grundstück war ursprünglich für den Bau einer Rettungswache gekauft worden. Nachdem sich dies zerschlagen hatte, stellte das Areal jahrelang eine auch aus baurechtlichen Gründen schwer verwertbare Brache dar.

Bei der jüngsten Jahresversammlung blickte Regionalverbandsvorsitzender Frank Ziegler nicht nur nach vorn, sondern auch zurück auf ereignisreiche Zeiten. Vor allem in der Flüchtlingshilfe seien Haupt- wie Ehrenamtliche stark gefordert gewesen, berichtete er. Ebenfalls ein Kraftakt war nach seinen Worten die Erweiterung der Kindertagesstätte „Spassbande“ in Dietrichsdorf. Mit einer weiteren Krippengruppe und dem zusätzlich eingerichteten Familienzentrum steht dieses Haus zur Freude des Chefs jetzt dafür noch fundierter da als bisher.

Der Sanitätsdienst, der von der Kieler Woche bis zum Fußball im Holsten-Stadion und zu Konzerten in der Sparkassen-Arena zahlreiche Großveranstaltungen absichert, präsentiert sich ebenfalls wieder stabiler. Aufgrund mehrerer personeller Wechsel war die Zahl der Helfer vorübergehend arg zusammengeschrumpft, nun sind wieder etwa 40 Frauen und Männer an Bord. „Damit sind wir ganz gut aufgestellt“, befand Constantin Knopf, der zusammen mit Markus Henseler die Geschicke des Sanitätsdienstes leitet.

Für Wolfgang Mainz bedeutete die Jahresversammlung die erste in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer des Regionalverbands Kiel. Sonderlich nervös machte ihn das nicht, denn der 49-Jährige ist fast ein Urgestein des ASB im Norden. 1989 war er in Plön der erste Zivildienstleistende des Verbands, im Sanitätsdienst, als Ausbilder, als Mitglied des Landesvorstands sowie als Vorsitzender des Regionalverbands Plön hat Mainz danach den ASB fast auf allen Ebenen kennengelernt.

Martin Geist 21-APR-2016