Kiel/Rendsburg-Eckernförde

Mitgliederversammlung des RV Kiel

Frank Ziegler als Vorsitzender bestätigt

Der Kieler Regionalverband des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) hat seinen Vorsitzenden Frank Ziegler für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. An Arbeit wird es ihm in dieser Zeit nicht mangeln. Das vorerst größte Projekt stellt der beabsichtigte Neubau einer Rettungswache am ASB-Hauptsitz an der Hamburger Chaussee dar.

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Viel abzustimmen gab es für die ASB-Mitglieder bei der gut besuchten Hauptversammlung in der Mettenhofer Kita "Pfützenhopser". Foto: Martin Geist

An einer neuen Rettungswache plant der ASB schon seit mehr als fünf Jahren. Als das Projekt so gut wie startklar war, trat allerdings die Stadt Kiel auf die Bremse und stellte noch einmal ihre komplette Infrastruktur in Sachen Rettungswachen auf den Prüfstand. Im Ergebnis hat das aber zumindest für den ASB keine andere Lage gebracht: Wenn die gesetzlich vorgegebenen Einsatzzeiten eingehalten werden sollen, geht es nicht ohne die Rettungswache an der Hamburger Chaussee.

Laut Wolfgang Mainz, dem Geschäftsführer des Kieler ASB, ist ein Baubeginn diesmal tatsächlich sehr absehbar. Man befinde sich in abschließenden Gesprächen mit der Stadt, einem Baubeginn noch in diesem Jahr steht laut Mainz im erwarteten Fall eines positiven Ausgangs diese Gespräche nichts im Wege. Gebaut werden soll die Rettungswache auf dem hinteren Teil des ASB-Areals an der Hamburger Chaussee 90. Der marode Altbau in diesem Bereich und auch die gegenüberliegenden Carports müssten dann dem Neubau weichen.

Diverse Baustellen belasten den fast 11000 Mitglieder starken Sozialverband derzeit auch in finanzieller Hinsicht. Nicht zuletzt die Anlaufkosten der vor einem halben Jahr in Betrieb genommenen Kita „Pfützenhopser“ in Mettenhof trugen zum Defizit in der Jahresbilanz 2017 bei, ansonsten trugen laut Mainz vor allem weitere Einmaleffekte zu dem negativen Ergebnis bei.

Für 2018 peilt der Sozialverband wieder eine schwarze Null an, auch deshalb, weil ein Dauerproblem allem Anschein nach endlich gelöst werden konnte. Seit seiner Inbetriebnahme im März 2009 hat der Intensivtransportwagen (ITW) des ASB chronisch hohe Defizite eingefahren. Der Grund: Die Kostenerstattung für den Wagen, der als eine Art rollende Intensivstation der Beförderung von Schwer- und Schwerstkranken dient und technisch wie personell entsprechend hohen Aufwand erfordert, wer einfach nicht ausreichend. Für Ende März 2017, so berichtete Frank Ziegler, war deshalb schon das Aus für den ITW besiegelt, kurz zuvor konnte jedoch zusammen mit dem Landesverband, dem Land und der Krankenkassen doch noch eine Reform der Kostenerstattung beschlossen werden. Seit diese Neuregelung greift, sei der ITW tatsächlich ohne finanzielles Minus auf Achse, berichtete Geschäftsführer Mainz.

Fast schon zu gut läuft es beim ASB unterdessen bei der häuslichen Pflege. Sowohl in Kiel als auch in Eckernförde sind die Pflegedienste laut Mainz „komplett ausgelastet“, ein Ausbau diese Dienste werde schlicht vom Mangel an Fachpersonal gebremst. Ebenfalls etwas eng geht es in der ASB-Kita „Trudelmaus“ in der Stadtmitte her. Um den Kindern bessere räumliche Bedingungen bieten und auch, um die Einrichtung an sich vernünftiger betreiben zu können, fasst der ASB eine Erweiterung von einer auf zwei Gruppen ins Auge. Weil das den Umzug in ein neues Gebäude erfordern würde, handelt es sich dabei aber um ein eher mittelfristiges Anliegen.

Nach wie vor ein Kernstück des ASB stellt der Sanitätsdienst dar. 373 Einsätze standen im Jahr 2017 zu Buche, also täglich mindestens einer. Zurzeit kann der Sozialverband dafür auf 63 Ehrenamtliche zurückgreifen, die je nach Veranstaltung zu zweit oder mit 60 weiteren Helfern zugange sind.

Neben Frank Ziegler als Vorsitzenden wählte der ASB Heidemarie Beiß und Karl-Heinz Martiny als Stellvertreter sowie Norbert Jäger, Constantin Knopf, Steffen Keller, Helga Grimm und Julia Gronwald als Beisitzer in den Vorstand.

Martin Geist 14-MÄR-2018